Ausreichend Jod bei einem Atomunfall vorhalten

Bei einem Strahlenunfall in einem Atomkraftwerk in Belgien soll die Bevölkerung in einem Umkreis von 100 km rasch über ausreichend Jodtabletten verfügen können. Bisher galt diese Empfehlung für einen Umkreis von 20 km um ein Kernkraftwerk. Doch am 4. Jahrestag nach Fukushima ist ein Umdenken angebracht.

Vier Jahre nach dem verheerenden Atomunfall im japanischen Fukushima ist der Hohe Gesundheitsrat, das beratende Gremium des Bundesgesundheitsministeriums, der Ansicht, dass Jodtabletten im Katastrophenfall in einem Umkreis von mindestens 100 km ausreichend zur Verfügung stehen müssen.

Diese Empfehlung sollte ein neuer Notfallplan unbedingt beinhalten. Vor allem bei kleinen Kindern und bei schwangeren Frauen sollte im Falle von Strahlenbelastung schnell Jos verfügbar sein, um Schilddrüsenkrebs zu verhindern.