Belfius beseitigt Altlasten und zahlt keine Dividende

Die seit der europäischen Banken- und Finanzkrise in staatlichen Händen befindliche Belfius Bank will bis spätestens 2016 ihre Altlasten aus der Dexia-Zeit loswerden. Vorher kann sich die belgische Bundesregierung von dieser „bad bank“ nicht verabschieden. Eine Dividende darf Belfius dem Staat als Hauptaktionär aber nicht auszahlen.

Die belgische Allfinanz-Bank Belfius entstand im Herbst 2011 aus den Ruinen der zerschlagenen Dexia-Gruppe, die die Euro- und Finanzkrise damals nicht überstanden hatte und von staatlicher Seite her gerettet werden musste. Doch mittlerweile laufen die Geschäfte für Belfius gut und mit einem Nettogewinn von über 450 Mio. € konnte die Bank im vergangenen Jahr den dritten Gewinnanstieg seit ihres Bestehens erzielen. Doch bisher zahlte Belfius ihrem Aktionär, das ist in erster Linie der belgische Staat, keine Dividenden aus.

Dies untersagt zum einen die EU-Kommission und zum anderen werden die Gewinne benötigt, um ihre Reserven, sprich einen adäquaten Kapitalpuffer gegen marktspezifische Risiken aufbauen zu können. Aber, Jos Clijsters, der Aufsichtsratsvorsitzende von Belfius, schließt nicht aus, dass dies in Zukunft wieder möglich werden kann.

Vorerst aber muss Belfius die Altlasten aus der Dexia-Zeit abbauen, was nach und nach über die erzielten Gewinne möglich sein soll. In rund 18 Monaten will Belfius das schwere Erbe ihrer „bad bank“ losgeworden sein. Einen Abschied von dieser Altlast käme auch der Regierung zu Gute, denn erst dann kann sich der Staat auch von „seiner“ Bank Belfius trennen und diese wieder in Privathand übergeben.