Boonen verpasst verletzt die Frühjahrsklassiker

Der belgische Radprofi Tom Boonen (Etixx-Quick Step) war am Montag kurz vor dem Ziel der ersten Etappe des französischen Frühjahrsklassikers Paris-Nizza schwer gestürzt und hatte sich an der linken Schulter verletzt. Damit fällt er für den Rest der Frühjahrssaison im Radsport aus und verpasst damit auch die Flandernrundfahrt.

Die Schrecksekunde nach dem Sturz von Radprofi Tom Boonen dauerte für die Radsportfans deutlich länger. Minutenlang blieb der in Flandern sehr populäre Sportler nach seinem Sturz im Peloton auf dem Asphalt sitzen und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter.

Doch was zunächst „nur“ nach einem Schlüsselbeinbruch aussah, erwies sich nach erster ärztlicher Untersuchung als schwerwiegender. Eine schwere Schulterprellung wird Boonen für bis zu sechs Wochen aus dem Sattel halten. Hinzu kommt noch ein Ellenbogenbruch, wie die Untersuchung in einer Klinik in Herentals (Prov. Antwerpen) am Dienstag ergab. Am Mittwoch wird Boonen bereits operiert.

Damit verpasst der 34jährige Etixx-Quick Step-Fahrer die Frühjahrsklassiker, darunter auch die Flandernrundfahrt. Damit wird auch nichts aus seinem Vorhaben, den nordfranzösischen Klassiker Paris-Roubaix zum vierten Mal zu gewinnen, um damit der erste zu sein, dem dies gelingt. Dass er bis zum 12. April wieder so fit ist, dieses Rennen über kilometerlange Kopfsteinpflasterpassagen überstehen zu können, war ohnehin fraglich.

Boonen, der in den vergangenen beiden Jahren seinen früheren Erfolgen hinterherfuhr, wollte 2015 noch einmal so richtig durchstarten. Daraus wird jetzt nichts. Boonens Vater glaubte sogar nach den Bildern des Sturzes seines Sohnes zunächst, dass dieser fatale Aufschlag auf den Asphalt dessen Karriereende einläuten würde. Hoffentlich ist das nicht der Fall.