Hochspannungsleitung von Belgien nach Deutschland

Nach einer Meldung des belgischen Rundfunks in deutscher Sprache, BRF, soll 2017 mit dem Bau einer unterirdischen Hochspannungsleitung zwischen Belgien und Deutschland begonnen werden. Die geplante Stromleitung ist rund 50 km lang und führt von Lixhe bei Visé in der Provinz Lüttich nach Oberzier im Kreis Düren in Nordrhein-Westfahlen.

Die Planungen für den Bau einer Hochspannungsleitung zwischen Belgien und Deutschland werden konkreter. Derzeit startet in den 14 betroffenen belgischen Kommunen, durch die diese unterirdische Leitung führen wird, eine sogenannte öffentliche Untersuchung bei der betroffene Anwohner bei ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung ihre Anmerkungen vorbringen können.

Die unterirdische Stromleitung wird knapp 50 km lang sein und soll zwischen den Umspannwerken im nordrhein-westfälischen Oberzier und Lixhe bei Visé entstehen. Den Plänen des belgischen Stromnetzbetreibers Elia zufolge, verläuft die Leitung auch durch die deutschsprachigen Gemeinden Raeren, Lontzen und Eupen. Die unterirdische Leitung soll größtenteils entlang der Autobahn E40 entstehen und nicht durch Wohngebiete führen, so ein Sprecher von Elia.

Derzeit muss Strom, der aus Richtung Deutschland nach Belgien eigeführt wird, einen Umweg über die Niederlande oder Frankreich nehmen, was zeitraubend ist und Zusatzkosten verursacht. Zwischen Belgien und Deutschland besteht derzeit noch keine direkte Verbindung über Strom- oder Hochspannungsleitungen. Der Bau der so genannten ALEGrO- oder Aachen-Lüttich-Leitung soll 2017 beginnen und zwei Jahre lang dauern.