Terrorwarnstufe in Belgien von 3 auf 2 gesenkt

Die belgischen Sicherheitsbehörden haben die seit einigen Wochen geltende Terrorwarnstufe von 3 auf 2 einer vierstufigen Skala gesenkt. Am Montagabendn hatte das staatliche Koordinations- und Analyseorgan für Terrorbedrohung (OCAD) diesen Schritt vereinbart.

Die Bewertungen des OCAD bestimmen die Terrorwarnstufe für Belgien aufgrund des Ernstes der Lage und der Wahrscheinlichkeit einer akuten Anschlagsgefahr. Das die Warnstufe auf 2 abgesenkt wird, bedeutet, dass die Wachsamkeit akut bleibt. Gleichzeitig jedoch sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags.

Das die Terrorwarnstufe in Belgien von 3 auf 2 gesenkt wird, bedeutet also nicht unbedingt, dass die bewaffneten Polizisten und Soldaten aus den Stadtbildern verschwinden. Das belgische Verteidigungsministerium gab an, dass weiterhin Parasoldaten und Ardennenjäger den Auftrag behalten, bestimmte Regierungsgebäude und internationale Einrichtungen, wie z.B. die Botschaften der USA oder Israels zu bewachen.

Allerdings steht im Koalitionsabkommen der belgischen Mitte-rechts-Regierung, dass Soldaten im Rahmen der Terrorwarnstufe 2 nicht mehr eingesetzt werden dürfen.Dies wird aber derzeit angesichts der doch angespannten Lage nicht umgesetzt.

Die Soldaten selbst haben ihren Bewachungsauftrag gerne übernommen und als positiv erfahren, wie Yves Huwart von der Militärgewerkschaft ACMP am Montagnachmittag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erwähnte: „Wir erhielten zum Beispiel auch oft nostalgische Bemerkungen von Passanten, die sich plötzlich an ihre eigene Dienstzeit erinnerten. Und manchmal wollten die Leute uns einfach nur mit einer Tasse heiße Suppe unterstützen, um danke dafür zu sagen, dass wir diesen Auftrag übernommen haben. Ich glaube, dass Wichtigste daran ist, dass die Gesellschaft gesehen hat, dass die Armee da ist, wenn man sie braucht. Das ist die wichtigste Lektion, die wir darauf ziehen sollten.“

Die erhöhte Terrorwarnstufe 3 (auf einer Skala mit 4 Stufen) in unserem Land gilt seit der Anti-Terroraktion der Polizei in Verviers (Prov. Lüttich) am 15. Januar, bei der zwei mutmaßliche islamistische Terroristen erschossen wurden.