Antwerpen: Hunderte Waffen im Justizpalast

Im futuristisch aussehenden Justizpalast von Antwerpen sind bei den verschärften Zugangskontrollen im Zuge der von Mitte Januar bis zum vergangenen Montag erhöhten Terrorwarnstufe rund 400 Waffen oder waffenähnliche Gegenstände beschlagnahmt worden. Aus diesem Grunde will die Justiz der Scheldemetropole die Zugangskontrollen weiter beibehalten.

Seit der Anhebung der Terror- und Sicherheitswarnstufe in Belgien Mitte Januar (nach der Razzia gegen IS-Terrorverdächtige in Verviers in der Provinz Lüttich) steht vor dem Haupteingang des Antwerpener Justizpalastes ein Metalldetektor. Und dieses Gerät hat seinen Nutzen inzwischen mehr als bestätigt: Insgesamt wurden 381 Messer oder andere waffenähnliche Gegenstände beschlagnahmt.

Da das Tragen dieser Art von Gegenständen grundsätzlich in Belgien nicht verboten ist, durften die Besitzer diese nach dem Ende ihres Aufenthalts im Justizpalast wieder abholen und mitnehmen. Aber, eine Schreckschusspistole, sieben verbotene Pfeffersprays und 19 Messer, die nur mit Waffenschein getragen werden dürfen, wurden eingezogen.

Dies alles brachte Bart Willocx, den Vorsitzenden des Antwerpener Justizpalastes dazu zu fordern, den Metalldetektor vor dem Gebäude weiter in Betrieb zu lassen, auch wenn die Terrorwarnstufe wieder auf Stufe zwei auf einer Skala von vier Punkten herabgesetzt wurde. Nicht zuletzt ging dadurch die Zahl der bedrohlichen Vorkommnisse im Justizpalast merklich zurück.