Beamtenpension: Länger arbeiten für weniger Rente

Ein Gesetzesvorschlag der belgischen Mitte-Rechts-Regierung sieht vor, dass die Beamten länger arbeiten müssen und danach eine geringere Rente erhalten, als derzeit. Einige sich positiv auf die Rente auswirkende Punkte werden den Beamten gestrichen.

Die Wogen in der Rentenfrage, bzw. zum Thema Frührente und Vorruhestand von Arbeitern und Angestellten sind noch lange nicht geglättet und schon naht neues Ungemach. Jetzt geht es offenbar auch den Beamtenrenten an den Kragen, wie eine Studie der linksextremen Partei PTB/PVDA belegt.

Nach den Plänen von Bundesrentenminister Jacques Bacquelaine (MR - Foto oben) werden progressiv die sich positiv auf die Beamtenpension auswirkenden Boni, die nach Grad der Ausbildung berechnet werden und der so genannte „Beamtenbonus“ gestrichen.

Zudem sollen die Beamten 2 bis 4 Jahre länger arbeiten. Doch aufgrund der zu streichenden Boni würde das für eine um bis zu 187 € geringere Rente monatlich führen, so die Studie.

Im Zuge der Streichung der Ausbildungsgrade verliere zudem auch die Anrechnung der Studienjahre bei der Berechnung der Rente an Gewicht. Die Kommunisten wollen das Thema bei der entsprechenden Sitzung des parlamentarischen Pensionsausschusses auf die Tagesordnung bringen.