Weniger "Transit-Illegale" in Westflandern

Carl Decaluwé, der Gouverneur der Provinz Westflandern, stellt fest, dass die Zahl der so genannten „Transit-Illegalen“ in seinem Zuständigkeitsbereich immer mehr zurückgeht. Zielgerichtete Aktionen gegen den Menschenschmuggel in Richtung Großbritannien zeigen also Erfolge.

Als „Transit-Illegale“ werden z.B. Flüchtlinge genannt, die versuchen, über Belgien auf die britischen Inseln zu gelangen. Oft werden solche Einwanderer von Menschenschmugglern quer durch ganz Europa gebracht, um von LKW-Parkplätzen an Autobahnen in Westflandern aus in den Ladeflächen der Fahrzeuge auf die britischen Inseln zu gelangen.

Jahrelang waren diese Vorgänge eine Plage, von der am meisten die Lastwagenfahrer betroffen waren. Oft kletterten Flüchtlinge auf dem Weg nach Großbritannien, wo keine Ausweispflicht gilt, in die Trucks in der Hoffnung, dass diese über Calais, Ostende oder Zeebrügge mit Fähren über den Ärmelkanal gebracht werden.

Doch seit einiger Zeit wurden entlang der Autobahnen in Westflandern in Richtung belgische Nordseeküste oder Nordfrankreich zielgerichtete Kontrollen und Aktionen gegen diese Art des Menschenschmuggel durchgeführt. 2014 wurden danach rund 20 % weniger „Transit-Illegale“ aufgegriffen, wohl aber deutlich mehr Menschenschmuggler, wie Gouverneur Decaluwé (kl. Foto) gegenüber der VRT-Nachrichtenagentur angab:

„Es ist ein wenig typisch, dass sich, wenn man zu bestimmten Zeiten regelmäßig und effizient auftritt, Verschiebungen ergeben. Wir vernehmen, dass die Menschenschmuggler jetzt versuchen, tiefer im Land aktiv werden, um Illegale nach England zu bringen. Aus diesem Grunde wurde kürzlich eine Arbeitsgruppe, die den Bereich der E40 koordinieren soll, eingerichtet, die auch außerhalb Westflanderns über mobile Kontrollen entlang der Autobahn effizient auftreten soll.“