Flandern wird besonderen Verdienst für die Region auszeichnen

Die flämische Regierung wird jeden 11. Juli, also am Festtag der flämischen Gemeinschaft, ihre eigene Auszeichnung für flämische Verdienste vergeben. Diese sollen sich von den existierenden nationalen Auszeichnungen unterscheiden. Man wolle die nationalen Ehrungen aber keineswegs ersetzen, heißt es in einem Erlass, der am Freitag durch die Minister von Geert Bourgeois angenommen wurde.

Die Personen, die von der flämischen Gemeinschaft  für eine Auszeichnung vorgeschlagen werden, müssen sich für das "Bundesland" Flandern besonders verdient gemacht haben.

Zentral stehe die Verbindung der Laureaten zur flämischen Gesellschaft und "nicht das Band zur königlichen Dynastie", heißt es in dem Text.

Die Terminologie soll zeitgenössisch sein, "ohne sozialer Konnotation". Auf Titel wie Ritter oder Kommandeur, die man im Leopoldsorden (- dem höchsten militärischen und zivilen Orden in Belgien) hat, werde verzichtet, heißt es weiter.

Außerdem wird im Erlass betont, dass die Auszeichnung völlig "unabhängig von den Nominierungen und Beförderungen der nationalen belgischen Orden" erfolge. Man wolle damit auf keinen Fall die föderalen Auszeichnungen ersetzen.

Die Idee ist übrigens nicht neu: Mehrere ähnliche Projekte waren in der Vergangenheit bereits vorgestellt worden. Doch erst jetzt hat das flämische Parlament einem Erlass in dieser Richtung zugestimmt.

Es gibt auch schon eine andere flämische Auszeichnung, die durch das flämische Parlament vergeben wird. Die "Goldmedaillen" zeichnen zum Beispiel seit 1991 (zunächst erfolgte dies ein Mal im Jahr, ab 1996 alle zwei Jahre) Personen aus, die sich für die flämische Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben.

Die Auszeichnung der flämischen Regierung jedes Jahr am 11. Juli kommt einfach noch hinzu.