Mit Denkmal und 28 Ballons gedenkt Löwen Sierre-Unfallopfern

In Heverlee, bei Löwen, ist am Freitagmorgen ein Denkmal für die Opfer des Busunfalls von Sierre (Schweiz) enthüllt worden. Heute vor genau drei Jahren waren bei dem Unfall 22 Kinder und 6 Begleiter gestorben. Sie kamen aus Heverlee und Lommel. 24 weitere Personen waren bei dem Unfall verletzt worden.

Am heutigen Freitagmorgen hat noch vor Unterrichtsbeginn ein Gedenkmoment auf einem kleinen Platz vor der Schule, in die die verunglückten Kinder aus Heverlee gingen, stattgefunden. 28 Luftballons ließ man aufsteigen. Sie seien ein Symbol, um zu betonen, dass das Leben weitergehe, aber die Opfer auch gleichzeitig tief im Leben der Angehörigen verankert seien, so der Dekan Dirk De Gendt.

Außerdem wurde ein Denkmal enthüllt.

In Heverlee wurde bereits am Donnerstagabend eine Gedenkmesse für die Opfer abgehalten. Es sei eine besonders schöne und emotionelle Messe gewesen, bei der ein Kind, das den Unfall überlebt hat sprach. Auch einer der Väter sagte etwas. Es sei Hoffnung in seinen Worten gewesen und das sei sehr wichtig, so der Dekan.

In der Grundschule 't Stekske in Lommel, in die der andere Teil der Unfallopfer ging, fand ebenfalls ein stilles Gedenken statt.

An diesem Nachmittag wird auch eine Gedenkfeier im schweizerischen Sierre abgehalten. Dort wird ein Denkmal für die Opfer über dem Tunnel, in dem sich der Unfall ereignete, enthüllt. Die Angehörigen der Opfer des Busunfalls werden dort erwartet, ebenso wie eine Delegation, die vom Kanzleramt angeführt wird.

Außer den Eltern und weiteren Angehörigen der toten Schüler und Begleiter werden auch Premierminister Charles Michel, die Minister Jan Jambon, Kris Peeters und Jacqueline Galant sowie der Staatssekretär Bart Tommelein und der Bürgermeister von Lommel, Peter Vanvelthoven, dem Gedenken in Sierre beiwohnen. Vertreter der schweizer und niederländischen Behörden nehmen ebenfalls an der Zeremonie teil.