Regierung zieht Teil Soldaten vor Gebäuden ab

Die Zahl der Soldaten, die infolge der erhöhten Terrorwarnstufe in Belgien besonders gefährdete Gebäude und Personen bewachen sollen, ist von 300 auf 210 herabgesetzt worden. Das hat die Regierungsspitze am Donnerstagabend entschieden.

Die Terrorwarnstufe war zuvor bereits von 3 auf 2 herabgesetzt worden. Für einige Gebäude in Brüssel und Antwerpen, vor allem jüdische Einrichtungen, gilt jedoch weiterhin die Stufe 3. Vor diesen Gebäuden laufen die Soldaten also vorerst weiter Streife.

Innenminister Jan Jambon sagte am Freitagmorgen im VRT-Radio: "Wir haben untersucht, welche Kapazität wir mit der Polizei zur Verfügung haben und was noch zusätzlich nötig ist. Anstelle von 300 Soldaten setzten wir nur noch 210 Soldaten ein. Sie werden in jüdischen Vierteln, vor dem Brüsseler Justizpalast, den europäischen Einrichtungen, einer ganzen Reihe Botschaften und Ministerien und Regierungseinrichtungen patrouillieren."

Bei den Justizpalästen in Lüttich, Huy und Verviers wurde die Bewachung durch Soldaten eingestellt. Diese Aufgabe soll die die Polizei wieder ganz übernehmen.

In Regierungskreisen heißt es, die Sicherheitslage werde  weiterhin regelmäßig neu bewertet.