Religionen mobilisieren gegen Terror und Polarisierung

Die Vertreter aller anerkannter Religionen und des freisinnigen Glaubens in Belgien nehmen am heutigen Sonntag in Brüssel zusammen mit mehreren tausend Demonstranten an einem Marsch gegen Terror, Angst und Polarisierung teil. Anlass des 'Together in Peace'-Marsches sind die Anschläge von Paris und der Polizeieinsatz gegen Extremisten im ostbelgischen Verviers.

Symbolisch ist nicht nur die erste Reihe, in der verschiedene Vertreter anerkannter Religionen und freisinnigen Glaubens mitmarschieren, sondern auch der auserwählte Parcours.

Die Demonstranten marschieren entlang verschiedener Gotteshäuser und Treffpunkte, von der El Jadid-Moschee über die Orthodoxe Kathedrale in der Stalingradlaan und der Onze-Lieve-Vrouw ten Zavel-Kirche zur Hauptsynagoge in der Regentschapstraat.

Den Veranstaltern zufolge habe der Marsch Premère in diesem Land. Mit dem Marsch sagen die verschiedenen anerkannten Religionen gemeinsam "''Ja' zum friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen und Gruppen, die verschieden sind, 'Ja' zur freien Meinungsäußerung, 'Ja' zur Gewissens- und Religionsfreiheit und 'Ja' zum Respekt vor allen Menschen, gleich welchen Glaubens oder welcher Gesinnung".

Einer offiziellen Statistik der Polizeizone Brüssel Hauptstadt Elsene zufolge laufen bei dem Marsch etwa 4.000 Demonstranten mit.