Auftakt im "Dimantenprozess"

In Antwerpen ist am heutigen Donnerstag Prozessauftakt in einem der größten Betrugsfälle im Diamantensektor überhaupt gewesen. Rund 100 Diamantenfirmen und -händlern wird Steuerhinterziehung vorgeworfen. Insgesamt sollen über 500 Millionen Euro an Steuern am Finanzamt vorbeigeschleust worden sein.
NATURAL HISTORY MUSEUM, LONDON/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Der Fall dreht sich um das inzwischen bankrotte Kurierunternehmen Monstrey. Über das internationale Kurierunternehmen Monstrey sollen Antwerpener Diamantenhändler die Steine sozusagen ins Ausland geschleust haben, um sie dann schwarz in Belgien zu verkaufen.

Die Taten sind über 10 Jahre alt. Die Anwältin Francine Wachsstock, die rund ein Dutzend Diamantenhändler und Unternehmen vertritt, sagte im VRT-Radio am Donnerstag: "Das ist besonders lang. Sie werden sehen, dass ungefähr 102 Personen und Firmen aufgerufen werden und mehrere Personen sind bereits verstorben."

"Ein Großteil der Firmen sind entweder aufgelöst oder pleite. Es ist in der heutigen Rechtspflege doch bitter, dass man 10 Jahre warten muss, bis ein Prozess kommt, damit sich die Parteien gegen Diffamierungen verteidigen können, die sie bestreiten."

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