Außenministerium rät nicht von Reisen nach Tunesien ab

Bei dem blutigen Terroranschlag auf das Nationalmuseum in der tunesischen Hauptstadt Tunis ist auch ein Belgier verletzt worden. Ihm wurde ins Knie geschossen. Dem Außenministerium zufolge schwebe das Opfer aber nicht in Lebensgefahr. Das Außenministerium untersucht, ob weitere Landsleute verletzt wurden. Bei dem Anschlag kamen 21 Menschen ums Leben, unter ihnen 17 Touristen. Unterdessen haben die Reiseveranstalter Jetair und Thomas Cook das Reiseprogramm ihrer Kunden vorerst abgeändert. Das Außenministerium rät aber nicht von Reisen nach Tunesien ab.

Bei den Todesopfern handelt es sich unter anderem um vier Italiener, drei Japaner, zwei Kolumbianer und zwei Franzosen. Auch zwei Tunesier wurden getötet. 44 Menschen wurden verletzt, einige unter ihnen schwer. Auch die beiden Attentäter wurden getötet. Bei ihnen handelt es sich vermutlich um Einheimische, so ein Sprecher des Innenministeriums in Tunis am Donnerstag.

Der Sprecher des belgischen Außenministeriums, Michael Mareel, hat bestätigt, dass ein Belgier bei dem Anschlag verletzt wurde. Zur Identität des Opfers wollte er jedoch nichts sagen. Auch zu einem möglichen zweiten Opfer äußert er sich vorsichtig: "Es stimmt, dass vielleicht noch ein zweiter Belgier verletzt wurde, das wird aber noch untersucht."

Unterdessen haben die Reisegesellschaften Thomas Cook und Jetair ihr Reiseprogramm für ihre Kunden in Tunesien abgeändert. Den Reiseveranstaltern zufolge hätten Touristen, die sich derzeit in dem Land aufhalten, nichts zu befürchten, weil sie vor allem in Hotels im Süden von Tunesien untergebracht seien und nicht in der Hauptstadt Tunis.

"Wir haben derzeit ungefähr 1.200 Urlauber, die sich in den touristischen Küstenregionen aufhalten. Die Reisenden verbringen ganz normale Ferien, aber bis wir weitere Anordnungen von den Behörden haben, haben wir präventiv entschieden, heute und morgen keine Ausflüge zu veranstalten, auch nicht in die Küstenregion, aber das ist rein präventiv", erklärt Hans Van Haelemeesch von Jetair.

Das Außenministerium bittet alle Belgier in Tunesien, auf öffentlichen Plätzen und Plätzen, auf denen sich viele Menschen aufhalten, vorsichtig zu sein. Vorerst wird jedoch nicht von Reisen nach Tunesien abgeraten.