Ein Loch von 1,2 Mia. Euro in belgischer Kasse

Die Regierung Michel benötigt 1,2 Milliarden Euro, um den laufenden Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Das haben die Fachleute des so genannten Monitor-Ausschusses am Donnerstagabend nachgerechnet.

Bei ihrem Antritt hatte die Regierung Michel beschlossen, das Haushaltsdefizit um 0,725 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts zu verringern. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss die Regierung noch eine Summe in Höhe von 1,2 Milliarden Euro auftreiben.

Ein Grund für die hohe Summe, von der man noch nicht weiß, wie man sie auftreiben will, ist ein Berechnungsfehler beim  Landespensionsamt. Ein weiterer Grund ist, dass die Einkünfte in der sozialen Sicherheit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das liegt unter anderem am Einfrieren der Löhne und Gehälter. 

Die Rentenkosten und die Steuereinnahmen sind hingegen weniger das Problem.

In der Summe von 1,2 Milliarden Euro sind noch nicht die Zusatzmittel eingerechnet, die die Minister fordern. Mit den Zahlen des Monitor-Ausschusses kann die Regierung Michel mit ihrer Haushaltskontrolle beginnen. Anfang April soll die Suche nach dem Geld abgeschlossen sein. Bis dahin werden drei Arbeitsgruppen aus den Bereichen soziale Sicherheit, Primärausgaben und Steuereinnahmen Vorschläge erarbeiten, wie das Loch im Haushalt gestopft werden kann.

 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten