Nordseeküste: Surfclubs sammeln Abfall am Strand

Etwa 1.600 Freiwillige haben am Sonntag rund 6,5 Tonnen Müll entlang der Stände an der belgischen Nordseeküste eingesammelt. Diese Aktion fand im Rahmen der 6. Ausgabe des Eneco Clean Beach Cup statt. Die Veranstalter sprachen im Nachhinein von einer besonders gelungenen Aktion.

An 18 Orten entlang eines rund 60 km langen Küstenstreifens haben 18 lokale Surfclubs mit insgesamt rund 6.500 Ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern ihre Arme hochgekrempelt und Müll gesammelt, was das Zeug hielt. Dabei kamen innerhalb von nur vier Stunden rund 6,5 Tonnen Abfall zusammen - meist achtlos zurückgelassener Wegwerfmüll.

Kristof Bouckaert, der Sprecher des Eneco Clean Beach Cups, gab danach an, dass derartige Aktionen leider weiter durchgeführt werden müssten, denn das Müllproblem sei weit davon entfernt, gelöst zu sein:

„Wenn nicht bald drastische Maßnahmen, z.B. gegen nicht wiederverwendbare Plastikflaschen, auferlegt werden, gelangt in den kommenden 10 Jahren dreißig Mal mehr Plastik in die Meere und damit auch in die Mägen der Vögel und Fische. Wir sind dabei, uns selbst zu vergiften.“

Dieses Jahr legten die Veranstalter auch ein besonderes Augenmerk auf Zigarettenstummel. Neben Plastikflaschen sind Kippen der am häufigsten am Strand vorkommende Abfall. Daneben werden auch oft Styropor oder Schaumstoff, Verpackungen aus Plastik und Glas an den Stränden der belgischen Nordseeküste aufgesammelt. Aus dem am Sonntag aufgesammelten Plastikmüll wird Co-Sponsor Ecovert Flaschen für Reinigungsmittel recyceln.

Unter den ehrenamtlichen Müllsammlern war auch John Roan von der international bekannten belgischen Elektropopband Arsenal. Roan hat als Surfer oft feststellen müssen, wieviel Müll an Nordseestrand herumliegen oder gar bereits in der See zu finden ist: „In Belgien bewegt sich in dieser Hinsicht noch viel zu wenig.“ Der erste Preis des Eneco Beach Clean Cup ging an den Surfclub VVW Ostende. Dieser Verein sammelte mit 302 Freiwilligen 800 kg. Müll ein.