Supermärkte spenden unverkaufte Lebensmittel

Die belgische Supermarktkette Delhaize will Lebensmittel, die nicht verkauft werden konnten, an gemeinnützigen Organisationen abgeben. Delhaize arbeitet schon jetzt mit den verschiedenen Lebensmittelbanken des Landes zusammen. In Zukunft sollen auch andere soziale Vereinigungen unverkaufte Produkte aus dem Delhaize-Filialen nutzen können. Neben Delhaize planen auch Carrefour und Colruyt ähnliche Schritte.

Die Warenhauskette Delhaize will ihre nicht verkauften Lebensmittel bis 2020 zu 100 % an gemeinnützigen Organisationen weitergeben. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Delhaize schon mit den Lebensmittelbanken im Land zusammen und einmal im Jahr sind die Warenhäuser und Filialen der Kette Teil einer umfassenden Lebensmittel-Spendenaktion für soziale Zwecke.

Zudem unterstützt Delhaize dutzende lokale Einrichtungen mit frischen Lebensmitteln für Bedürftige. Entsprechende Initiativen werden bereits bei 30 Warenhäusern von Delhaize umgesetzt und etwa die gleiche Anzahl selbständiger Delhaize-Franchise-Märkte entwickelt gerade ebenfalls Projekte mit lokalen sozialen Einrichtungen, wie die belgische Online-Plattform „Gondola - retail facts & trends“ dazu meldet.

Delhaize spendet seit 2012 rund 600.000 Mahlzeiten pro Jahr, will sich aber weiter im Allgemeinen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln engagieren. Aber, die Warenhausgruppe profitiert auch von solchen Aktionen, denn seit 2013 müssen Supermärkte in Belgien keine Mehrwertsteuer mehr für Produkte zahlen, die für soziale Zwecke an gemeinnützige Organisationen spenden.

Auch Colruyt und Carrefour machen mit

Neben der Warenhauskette Delhaize ziehen auch die Carrefour-Gruppe und der Discounter Colruyt in dieser Hinsicht mit. Carrefour plant lokale Testprojekte mit kommunalen Sozialverbänden, um unverkäufliche Überschüsse zu spenden und Colruyt-Sprecher Jan Derom kündigte an, „Verschwendung so weit wie möglich zu vermeiden.“

Alleine im vergangenen Jahr 2014 haben rund 130.000 Landsleute bei den Lebensmittelbanken in Belgien um Hilfe gebeten. Viele der gespendeten Nahrungsmittelpakete kamen dabei aus den Überschüssen von Delhaize oder anderen größeren und kleineren Lebensmittelläden. Bei den durch den Markt gespendeten Lebensmitteln handelt es sich ausschließlich deutlich um noch verzehrbare Produkte.

BELGA/LALMAND