Antwerpens Prostituierte werden digital registriert

Die Prostituierten im Antwerpener Rotlichtviertel werden in Zukunft digital registriert. Dies soll für mehr Klarheit über die Identität der Frauen bringen und diese selbst besser schützen. Im so genannten Antwerpener „Schipperskwartier“ (Foto) sind Prostituierte in rund 300 Schaufenstern aktiv.

Seit rund einem Jahr läuft in diesem Zusammenhang eine Testphase im Antwerpener Rotlichtviertel und seit Beginn dieses Zeitraums haben sich rund 2.000 Prostituierte in das digitale Registriersystem über das Internet eingetragen.

Jetzt wird das digitale System definitiv angewendet, wie Sven Lommaert von der Antwerpener Polizei gegenüber dem VRT-Sender Radio 2 angab: „Die Vermieter geben an, wer zu welcher Zeit hinter welchem Fenster arbeitet. Unsere Leute werden über willkürliche Kontrollen herausfinden, ob diese Informationen auch stimmen.“

Die Antwerpener Polizei will auch nachgehen, wer die Frauen sind, die sich ab jetzt neu in das System eintragen. Dabei soll auch festgestellt werden, ob es sich dabei vielleicht um Minderjährige handelt oder um Opfer von Menschenhandel.

Das digitale Registriersystem für Prostituierte ist in Antwerpen selbst entwickelt worden. Mittlerweile zeigen Städte, wie Amsterdam, Gent und Brüssel Interesse an diesem System.