Es brodelt vor den Türen des Rathauses von De Wever

Nach der verbotenen Sit-in Demonstration vom Mittwochabend auf dem Marktplatz von Antwerpen, bei der 210 Teilnehmer vorübergehend festgenommen wurden, plant die Bürgerbewegung Movement X des umstrittenen Anführers Dyab Abou Jahjah für die nächsten Tage und Wochen weitere Protestaktionen gegen die rassistischen Äußerungen des N-VA-Bürgermeisters Bart De Wever. Auch die so genannten GAS-Bußgelder, mit denen sie wegen der verbotenen Demonstration vom Mittwoch rechnen müssen, ist der Bewegung ein Dorn im Auge. (Archivfoto von der Demonstration vom Mittwoch)

Die Polizei hatte trotz des friedlichen Protests am Mittwochabend eingegriffen, weil Demonstrationen auf dem Marktplatz ohnehin verboten sind und vorab auch keine Genehmigung für die Aktion eingeholt worden sei, heißt es bei der Polizei.

Die Demonstration sei De Wever ein Dorn im Auge gewesen, ist die Bewegung Movement X überzeugt. Die massenhafte Anwesenheit der Polizei und ihr direktes Einschreiten trotz friedlichen Verlaufs sei ein Beweis hierfür.

Movement X appelliert an die Demonstranten, die Geldbußen nicht zu bezahlen und juristisch dagegen vorzugehen. Die Bewegung will alle Bußbescheide via Mail bündeln, um gemeinsame gerichtliche Schritte einzuleiten.

Daneben plant die Bewegung aber noch weitere Aktionen und hält an ihrer Forderung einer Entschuldigung De Wevers für seine rassistischen Äußerungen fest. Außerdem verlangen sie inzwischen den Rücktritt des Bürgermeisters, weil dieser aufgrund seiner Äußerungen und angesichts der "repressiven Antwort" vom Mittwoch zu verstehen gegeben habe, "nicht der Bürgermeister aller Antwerpener" sein zu wollen.