App lotst Radfahrer sicher durch Antwerpens Hafen

In der vergangenen Woche ist im Antwerpener Hafen eine App vorgestellt worden, mit deren Hilfe sich Radfahrer in den schier endlosen dortigen Straßen und Wegen sicher zurechtfinden sollen. Diese App richtet sich nicht unbedingt an Touristen, sondern eher an Arbeitnehmer des Hafens, die sich mit diesem Verkehrsmittel zum Arbeitsplatz begeben. Und das ist nicht ganz ungefährlich.
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Im Hafen von Antwerpen arbeiten rund 60.000 Menschen. Etwa 6 % von ihnen pendeln mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dabei kommen allerdings immer wieder Unfälle mit oft schlimmen Folgen vor.

Jetzt haben die Provinz Antwerpen und die Hafenbehörden auf diesen Umstand reagiert und eine App entworfen, über die das Radfahren auf dem riesigen Hafenareal sicherer werden soll. Diese App wird unter ongeHAVENd beworben und ist dort zum downloaden freigegeben.

Diese App macht Radfahrer auf neuralgische Punkte aufmerksam, an denen regelmäßig Unfälle geschehen. Das können Brücken sein oder auch unübersichtliche Kreuzungen, Schleusen, Bahnübergänge und Stellen, an denen die industriellen Anlagen einen genauen Überblich verhindern. Das können aber auch LKW-Ausfahrten oder Baustellen sein. Aber, die App macht auch möglich, dass die Nutzer selbst Gefahrenzonen für Radfahrer eingeben.

Nicht zuletzt misst diese App die Geschwindigkeit, mit der die radelnden Berufspendler im Hafen von Antwerpen unterwegs sind. Bei zu hohem Tempo warnt die App und sie stellt fest, an welchen Stellen Radfahrer langsamer werden, bzw. ihr Tempo wieder anziehen, um auch dort neuralgische Punkte ausmachen zu können.

Schon jetzt verfügt das Antwerpener Hafenareal über ein Netz von sicheren Radwegen, doch regelmäßige Infokampagnen zur Sicherheit auf dem Rad liegen auch im Interesse der Unternehmen, die im Hafen aktiv sind.