Brauerei: Wegen Coca-Cola lokale Biermarke ändern

Das in der flämisch-brabanter Kleinstadt Landen gebraute lokale Bier Tumulus 800 muss nach einem Streit um Markenrechte mit dem Getränke-Giganten Coca-Cola seinen Namen ändern. Der US-Konzern ist der Ansicht, dass der Name des Biers zu seht „Tumult“ ähnelt, ein für Coca-Cola in Südfrankreich produzierter Fruchtsaft…

Dominique Champagne vom Brauereiverband „De Kale Ridders“ gab an, dass der entsprechende Rechtsstreit mit Coca-Cola mehrere Jahre Verhandlungen nach sich gezogen habe:

„Wir haben letztendlich einen Kompromiss finden können. Wir dürfen keine Zahlen mehr in unseren Biernamen gebrauchen. Auch deshalb verschwindet der Name Tumulus 800. Aber die anderen Tumulus-Biere bleiben bestehen. Daneben dürfen wir in unseren Logos und Etiketts auch bestimmte Farben nicht mehr nutzen.

Laut Champagne hat der gesamte Rechtsstreit die kleine Brauerei aus Landen etwa 15 bis 20.000 € für die Dienste von Anwälten und Berater in Sachen Markenrecht gekostet. „Das war echt David gegen Goliath“, klingt es dazu aus Landen.

Das Bier Tumulus 800 besteht seit 2009. Der Coca-Cola-Saft „Tumult“ wurde 2011 lanciert. Ende 2011 wurde der US-Softdrink-Gigant auf die Landener Brauer aufmerksam und schickte seine Anwälte los.

Die „Kale Ridders“ aus Landen sind eine Gemeinschaft aus fünf Bierfreunden, die seit 2009 bereits rund 400 Hektoliter Tumulus-Biere unter den Namen „Aura“, „Nera“, „Magna“ und „800“ gebraut haben.