"Große Parade" für eine gerechtere Politik

An diesem ersten Sonntag der diesjährigen Sommerzeit trotzten tausende Teilnehmer der Bürgerbewegungen „Tout Autre Chose“ und „Hart Boven Hard“ dem schlechten Wetter, um in den Straßen von Brüssel mit ihrer „Großen Parade“ gegen die nach ihrer Ansicht ungerechte und unsoziale Politik der belgischen Mitte-Rechts-Regierung zu protestieren.

Die Bürgerbewegungen „Hart Boven Hard“ und „Tout Autre Chose“ läuten nicht erst seit gestern die Alarmglocken und richten sich mit ihrer „Großen Parade“ an die Verantwortlichen dieser Gesellschaft, sprich an die Politik der Regierungen in Bund, Ländern und Regionen in Belgien.

Die Bewegung setzt sich aus rund 150 Organisationen und Verbänden zusammen und sie wird von den großen Gewerkschaften des Landes unterstützt. Doch sie gibt vor, unpolitisch zu sein, bzw. sich von keiner politischen Partei vereinnahmen wollen zu lassen.

Die „Große Parade“ versammelt alle die Verbände, die sich den Maßnahmen und Sparkonzepten der Mitte-Rechts-Regierung um Premier Charles Michel (MR) widersetzen. Diese umfassende Bürgerbewegung schlägt Politik und Gesellschaft auch Alternativen zu deren Politik vor.

„Hart Boven Hard“ und „Tout Autre Chose“ werfen der Regierung vor, auf dem Rücken der sozialen Dienstleistung, der sozialen Sicherheit und der Schwächsten in der Gesellschaft zu sparen.

Die Organisatoren der Demonstration vermissten eine konstruktive Politik, die Arbeitsplätze schafft und die die Reichsten im Land zu ihrer sozialen Verantwortung aufruft.

Die Veranstalter hatten ursprünglich mit bis zu 20.000 Teilnehmern gerechnet, doch das schlechte Wetter ließ die Zahl der Teilnehmer etwas geringer ausfallen. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf rund 17.000.