Staatssekretär plant Kampagne gegen Menschenschmuggel

Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA), wird noch in diesem Jahr eine Kampagne ins Leben rufen, um Lkw-Fahrer darüber zu informieren, wie sie vermeiden können, dass sich illegale Einwanderer in ihren Fahrzeugen verstecken. Er will auch einen Verbindungsoffizier des Ausländeramtes nach Paris entsenden, um die Verlagerung der Problematik nach Flämisch-Brabant zu verhindern. Das sagte er nach seiner Anwesenheit bei eine Kontrollaktion auf der E40 in Drongen.
Foto Kurt bvba

In den Provinzen Ost- und Westflandern sowie Flämisch-Brabant sind letztes Jahr 562 illegale Einwanderer auf Autobahnparkplätzen in Richtung Frankreich gefasst worden.

Das hat der Hauptkommissar der belgischen Verkehrspolizei, Michaël Jonniaux, bei einer Kontrollaktion am Montagmorgen in Drongen gesagt. Dort waren auch der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA) (kleines Foto) sowie das Kabinett von Innenminister Jan Jambon (N-VA) und die Gouverneure von Ost- und Westflandern anwesend.

Francken sagte nach der Kontrollaktion, dass Mittel für die Präventionskampagen vorhanden seien, aber dass die Kampagne derzeit noch in Vorbereitung sei. Er wolle jedoch noch in diesem Jahr mit dem Sensibilisieren der Lkwfahrer, die auf Autobahnparkplätzen übernachten, beginnen. "Wir werden ihnen klar zeigen, wie sie präventiv handeln können", so Francken. "Wenn sie in Großbritannien mit illegalen Einwanderern im Lkw erwischt werden, müssen sie hohe Bußgelder bezahlen, obwohl sie gar keine Schuld trifft." Indem sie die Lkw besser sicherten, könnten sie dabei helfen, dass es kriminellen Banden immer weniger gelinge, illegale Einwanderer in den Lkw zu verstecken, meint Francken noch.

Er betonte auch, dass man weiter intensiv gegen die organisierte Kriminalität vorgehe.

Außerdem plant Fancken, einen Verbindungsoffizier des Ausländeramtes nach Paris zu entsenden, um die Zusammenarbeit mit Belgien zu verbessern.

Er bittet Frankreich, das gleiche zu machen und einen Verbindungsoffizier nach Brüssel zu schicken. "Unser Ausländeramt hat bereits eine Verbindungsperson in Den Haag, aber nicht in Paris, was nicht normal ist", sagte Francken. Er bemerkte jedoch auch, dass die belgische Polizei schon seit längerem mit der französischen zusammenarbeite.

Francken erklärte noch, er wolle die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz in der Provinz Flämisch-Brabant in Belgien stärken.

In Groot-Bijgaarden werden die meisten illegalen Einwanderer gefasst, danach folgen die Parkplätze in Jabbeke und Drongen. Die illegalen Einwanderer seien vor allem Syrer, Afghanen und Iraner, heißt es beim Ausländeramt.

Die Menschenschmuggler versuchten, die illegalen Einwanderer in Lkw zu verstecken, so dass sie über Calais oder Duinkerke (Frankreich) nach Großbritannien kämen.

Laut dem Hauptkommissar Jonniaux blieben die Zahlen auf den Autobahnparkplätzen in den drei Provinzen mehr oder weniger stabil. In Frankreich habe sich die Zahl letztes Jahr verdoppelt.

In Belgien scheine sich die Problematik allerdings aufgrund der verschärften Kontrollen und der besseren Bewachung auf Parkplätzen in Ost- und Westflandern auf die Parkplätze in Flämisch-Brabant zu verschieben.

Aufgrund der Terrordrohungen hätten in den vergangenen Monaten zudem weniger Kontrollen stattgefunden, fügte der Staatssekretär für Asyl und Migration, Francken, noch hinzu.

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