92.300 Belgier arbeiten im Ausland

In Belgien pendeln täglich 2,799 Millionen Menschen zur Arbeit. Es handelt sich um etwa 64 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in diesem Land. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Provinzen sehr unterschiedlich. So arbeitet knapp die Hälfte der aktiven Bevölkerung aus Wallonisch-Brabant in einer anderen Provinz, gegenüber nur 15 Prozent der arbeitenden Menschen aus West-Flandern. Und über 92.000 Belgier arbeiten im Ausland. Das geht aus einer Statistik aus der Census 2011, der ersten belgienweiten Volkszählung, die durch die Allgemeine Statistik-Direktion des Wirtschaftsministeriums durchgeführt wurde, hervor.

Zwei Prozent der arbeitenden Bevölkerung oder knapp 92.300 Menschen arbeiten im Ausland. Die meisten Leute, die im Ausland arbeiten, gehen in ein angrenzendes Land von Belgien zur Arbeit, also in die Niederlande, nach Deutschland, ins Großerherzogtum Luxemburg und in geringerem Maße nach Frankreich.

So arbeiten in den Gemeinden Messancy (Provinz Luxemburg in Belgien) und Aubange (Provinz Luxemburg in Belgien) sechs von zehn Menschen im Ausland. In Ater (Provinz Luxemburg in Belgien), Martelange (Provinz Luxemburg in Belgien), Raeren (Provinz Lüttich) und Arlon (Provinz Luxemburg in Belgien) ist das eine auf zwei Personen. 

In Flandern hat Baarle-Hertog (Provinz Antwerpen in Belgien), eine Exklave auf niederländischem Gebiet, mit 44 Prozent Grenzarbeitern die meisten Belgier, die ins Ausland zur Arbeit pendeln.

In den großen Städten arbeitet natürlich ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung in der eigenen Wohngemeinde. Das gilt vor allem für Brügge (63 Prozent), Antwerpen (62 Prozent) und Gent (60 Prozent).