Ford-Genk: Ein Urteil zugunsten von Arbeitern

Vier ehemalige Arbeiter des mittlerweile geschlossenen Montagewerks von Ford in Genk (Prov. Limburg) hatten ihren früheren Arbeitgeber verklagt, weil sie jahrelang die Arbeit von Angestellten verrichtet hatten und bei ihrer Bezahlung, bzw. der Abwicklung ihres Arbeitsplatzes nicht entsprechende vergütet worden waren. Ein Arbeitsrichter gab ihnen jetzt Recht.

Das Arbeitsgericht von Tongeren (Prov. Limburg) hat in einem ersten Urteil nach der Schließung des Genker Ford-Werks vier früheren Arbeitern des US-Autobauers Recht in einem Verfahren bezüglich deren Entlassungsprämien und deren Entlohnung gegeben.

Die vier Ex-Ford-Arbeiter hatten gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber geklagt, weil sie an ihrem Arbeitsplatz faktisch jahrelang die Arbeit von Angestellten verrichteten, obwohl sie das Statut eines Arbeiters hatten. Der Arbeitsrichter von Tongeren gab ihnen Recht und erklärte in seiner Urteilsbegründung, die Kläger hätten in den vorliegenden Fällen entsprechend wie Angestellte entlohnt werden sollen. Das betrifft auch die Berechnung der Entlassungsprämien der Betroffenen.

Insgesamt haben 170 ehemalige Ford-Mitarbeiter ihren früheren Arbeitgeber verklagt. Sie fordern zusammen fast 75 Mio. € von Ford, unter anderem als Ausgleich für zu geringe Löhne und Gehälter, für darauf beruhende Zahlungen zur Finanzierung des betriebseigenen Pensionsfonds und für demnach zu gering ausgefallene Kündigungsprämien.