Mechelen: Vater bot seinen Sohn Pädophilen an

Ein 45 Jahre alter Mann aus Mechelen (Prov. Antwerpen) hat seinen eigenen Sohn über das Internet Pädophilen zum Missbrauch angeboten. Australische Fahnder kamen dem Mann auf die Spur, weil Bilder eines Missbrauchs des Jungen durch einen Deutschen im Internet kursierten, deren Herkunft offenbar leicht zu identifizieren war.

Der Angeklagte hatte seinen 11 Jahre alten Sohn im so genannten „Darknet“, einer Art Internet, in der man anonym surfen kann, Pädophilen angeboten. In diesem „Darknet“ kam es zu einem Kontakt zwischen dem 45 Jahre alten Vater aus Mechelen und einem 22 Jahre alten Mann aus Hameln in Niedersachsen. Dieser reiste am 1. März dieses Jahres nach Mechelen und ließ sich beim Missbrauch des Kindes filmen.

Diese Aufnahmen hatte der Vater des missbrauchten Kindes im Internet zum Verkauf angeboten und so kam die australische Polizei dem Mann auf die Spur. Sie konnte die Spur der Bilder bis nach Mechelen zurückverfolgen und gab die entsprechenden Fahndungsergebnisse an die dortige Polizei weiter.

Schon am 3. März konnte der Mann aus Mechelen verhaftet werden. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Kurz danach ging der Polizei in Niedersachsen mit Hilfe ihrer belgischen und australischen Kollegen auch der Pädophile aus Hameln ins Netz. Unklar ist bisher aber, ob der Vater in Mechelen seinen kleinen Sohn auch anderen Personen zum bezahlten Missbrauch zur Verfügung gestellt hat.