Untersuchung nach Tod dreier Arbeiter bei Schiffsreinigung

Drei Hafenarbeiter vom Logisitkunternehmen Euroports sind am gestrigen Samstag bei Reinigungsarbeiten in einem Frachtraum eines Schiffs im Waaslandhafen in Beveren (Teil des Antwerpener Hafens) gestorben. Messungen der Feuerwehr hatten ergeben, dass sich zu wenig Sauerstoff in dem Frachtraum des Schiffes befand. Inzwischen steht fest, dass die drei Arbeiter durch das Einatmen von Gasen gestorben sind. Welche Gase das genau waren, soll eine weitere Untersuchung ergeben. Das hat die Staatsanwaltschaft von Ostflandern am Sonntag bekannt gegeben.

Die Hafenunternehmen Euroports und Cepa haben den Familien und Freunden der erstickten Hafenarbeiter ihr Beileid bezeugt. Den Angaben der Feuerwehr zufolge hätten die drei Arbeiter bei Betreten des Frachtraumes das Bewusstsein verloren. Gemeinsam mit allen beteiligten Instanzen werde eine eingehende Untersuchung nach den genauen Umständen, unter denen sich der Unfall ereignete, durchgeführt, hatte das Unternehmen noch am Sonntagmorgen betont.

Die Untersuchung hat inzwischen gezeigt, was die genaue Ursache für den Tod der drei Arbeiter gewesen ist. Die drei atmeten Gase ein. Welche Gase das genau waren, weiß man aber noch nicht. Hierfür sollen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Ein Kollege hatte die drei Arbeiter bewusstlos vorgefunden. Sämtliche Wiederbelebungversuche der Rettungsdienste waren erfolglos.

Die drei Arbeiter sollten nach dem Entladen des Schiffes den Frachtraum säubern. 

Das Schiff hatte eine Ladung Petkoks aus China nach Antwerpen geliefert. Petkoks ist ein aus Erdöl gewonnener Feststoff, der ähnlich wie der aus Kohle hergestellte Koks, hauptsächlich aus Kohlenstoff besteht. In der Industrie wird Petkoks als Brennstoff genutzt. Nach dem Transport von Petkoks müssen die Frachträume gründlich gereinigt werden.