Rund 300.000 Belgier dürfen nicht mehr zocken

Im vergangenen Jahr wurden fast 300.000 Landsleute mit einem Glücksspielverbot belegt. Etwa 120.000 der Betroffenen darf wegen zu hoher Spielschulden nicht mehr zocken. Diese Zahlen mögen hoch liegen, doch nach den Statistiken der belgischen Glücksspiel-Kommission stagnieren diese Werte in Belgien.

Marjolein De Paepe von der belgischen Glücksspiel-Kommission gab dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion an, dass bei weitem nicht nur Zocker mit Spielschulden von dem Verbot betroffen sind: „Daneben haben wir auch eine große Gruppe von Personen, die aus freiem Willen um ein Verbot bitten, weil sie selbst der Ansicht sind, spielsüchtig werden zu können und dieser Grenze gefährlich nahe kommen.“

Nicht zuletzt sind auch Personen vom einem Glücksspiel-Verbot durch den Einfluss Dritter betroffen, wie Marjolein De Paepe sagte: „Wenn ich zum Beispiel das Gefühl habe, dass mein Partner ein Zockerproblem hat, dann kann ich bei der Glücksspiel-Kommission einen Antrag stellen, um ihn mit einem Spielverbot belegen zu lassen.“