Brussels Airport: Defekt an Scanner der Passkontrolle

Nach Meldungen der flämischen Tageszeitungen Het Laatste Nieuws und De Morgen ist mindestens ein Scanner für die Kontrolle von Reisepässen am Brüsseler Nationalflughafen schon einige Monate lang defekt ausgefallen. Die kontrollierenden Grenzbeamten müssen sich deshalb oft auf ihre Menschenkenntnis verlassen, um Verdächtige auffliegen lassen zu können.

2013 gingen der Flughafenpolizei am Brussels Airport in Zaventem rund 1.400 Reisende ins Netz, die mit einen abgelaufenen, gefälschten oder gestohlenen Reisepass unterwegs waren. Das entspricht etwa vier Fällen pro Tag. Und doch ist hier offenbar das Risiko groß, dass dort flüchtige Kriminelle, illegale Einwanderer oder gar Terroristen nicht erwischt werden.

Der Grund? Offenbar ist einer der Scanner, die die Echtheit von Personalausweisen oder Reisepässen bestätigen sollen, seit einiger Zeit defekt. Die belgische Bundespolizei bestätigte gegenüber De Morgen und Het Laatste Nieuws, dass mindestens eines der Geräte ausgefallen sei. Jetzt wird man aber am Brussels Airport in dieser Hinsicht aktiv, denn schon in der kommenden Woche soll das ausgefallene Kontrollgerät wieder instandgesetzt werden. Die Zeit drängt, denn für den 21. April haben sich Vertreter der Schengen-Kommission am Flughafen von Zaventem angekündigt, um die dortigen Sicherheitskontrollen in Augenschein zu nehmen.

Das die Kontrollgeräte eigentlich immer perfekt funktionieren sollten, liegt auf der Hand, denn die Fälscher von Ausweisen verfügen heute über enorme technische Fähigkeiten und können sogar elektronische Wasserzeichen nachmachen. Doch selbst eine rasche Reparatur des kaputten Scanners ist nicht die einzige Lösung für die Sicherheitsprobleme am Brüsseler Nationalflughafen. Nach wie vor kämpft die Flughafenbehörde mit akuten Personalmangel - auch im Sicherheitsbereich, wie einige der Grenzbeamten den Journalisten hinter vorgehaltener Hand wohl andeuteten.

Nicolas Maeterlinck