Uber bietet trotz Verbot Fahrten ab Brussels Airport

Der umstrittene Fahrdienst Uber bietet auch Fahrten ab dem Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem an, obschon dies eigentlich nur offiziell anerkannte Taxifahrer aus der Provinz Flämisch-Brabant dürfen. Uber teilte seinen angeschlossenen Fahrern per Sammel-Email mit, dass sie auch Fahren ab Zaventem in Auftrag nehmen können. Diese Email wurde allerdings publik.

Die Tatsache, dass sich der App-Anbieter Uber jetzt auch in den streng reglementierten Taxi-Verkehr am Brussels Airport einmischen will, sorgt bei den offiziell dazu lizenzierten Taxifahrern für Unmut. Sowohl der nationale Taxiverband GTL, als auch die sozialistische Gewerkschaft ABVV fordern, dass die flämische Landesregierung hier eingreift.

Pierre Steenberghen, der Generalsekretär des nationalen Taxiverbands GTL sagte, es sei zu befürchten gewesen, dass Uber auch in Zaventem aktiv werden würde: „Das aber bleibt illegal. Wir erwarten, dass die flämische Regierung einschreitet und das hier die gleichen Kontrollen wie in Brüssel durchgeführt werden. Wir fordern aber auch, dass sich der belgische Staatssekretär für den Kampf gegen Betrug mit Uber auseinandersetzt.“

Sandra Langenus von der sozialistischen Transportgewerkschaft ABVV-BTB teilt die Ansicht der GTL: „Das ist eine illegale Form der Beschäftigung und wir fechten dies natürlich an. Wir wollen, dass Uber in ganz Belgien verboten wird. Wir bitten, dass Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) hier seine Verantwortung übernimmt.“ Falls sich der Verkehrsminister den Vorgängen um Uber in Flandern nicht annimmt, will die Gewerkschaft zu Aktionen übergehen.