In der Schelde schwimmen wieder viele Fischarten

In der Schelde, die die belgischen Seehäfen von Antwerpen und Gent teilweise über niederländisches Territorium mit der Nordsee verbindet, steigt seit rund 20 Jahren die Zahl der Fischarten. Wissenschaftler erklären dies mit der immer besser werdenden Wasserqualität dieses Flusses, an dessen Ufern sich viele Industriegebiete angesiedelt haben.

Das Wasser der Schelde wird Jahr für Jahr sauberer und das bringt Fische, die dieses Gewässer schon vor vielen Jahren verlassen haben, wieder zurückzukommen.

Unter den Fischarten, die sich in den vergangenen Jahren wieder in der Schelde zu Hause fühlen, sind z.B. die Maifische und der Stint. Der Stint ist ein Meeresfisch, der in den Küstengewässern Europas von der Ostsee bis hin zur Biskaya vorkommt. Der Maifisch kommt in den Küstengewässern Europas von der westlichen Ostsee bis zum Mittelmeer vor und gilt als Wanderfisch.

Jan Breine vom flämischen Institut für Natur- und Waldforschung sagte gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass die heute wesentlich bessere Wasserqualität in der Schelde auch an der Säuberung der Zuflüsse liegt: „Die Wasserqualität war hier sehr lange sehr schlecht. Das lag unter anderem an der Verschmutzung der Zenne und der Rupel, die in die Schelde fließen. Als die Zenne ab 2007 gesäubert wurde, sorgte dies auch für entsprechende Verbesserungen in der Rupen und der Seeschelde.“

Die Folge davon ist, dass die Fische wieder dazu bereit waren, die Flaschenhälse der Schelde zu überwinden, um sich wieder hier niederzulassen. Nach Erkenntnissen des Institut für Natur- und Waldforschung bevölkern heute wieder 64 verschiedene Fischarten die Schelde zwischen dem Unterlauf und der Mündung in der Nordsee.