Öffentlicher Verkehr stark beeinträchtigt

In Belgien streikt die sozialistische Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ACOD. Dadurch sind die öffentlichen Verkehrsmittel stark beeinträchtigt.

Der Antwerpener Hauptbahnhof ist wie leer gefegt. Die Schalter sind geschlossen. 

Nur ein einziger Zug in Richtung Norderkempen war am Mittwochmorgen angekündigt und nur wenige Fahrgäste tauchten am Antwerpener Bahnhof auf. Auch waren nur wenige Busse und Straßenbahnen unterwegs. Viele Schüler konnten nicht zur Schule fahren.

Ein Busfahrer sagte gegenüber dem VRT-Radio, dass rund 80 Prozent seiner Kollegen nicht gekommen sei. Die flämische öffentliche Nahverkehrsgesellschaft De Lijn betonte, dass die Beeinträchtigungen sehr stark von der jeweiligen Region abhängig sei. Es sei sehr schwierig irgendwelche Vorhersagen zu machen. Insbesondere sei der Streik auf den Stadtnetzen zu spüren. In Westflandern seien die öffentlichen Verkehrsmittel weniger beeinträchtigt.

Auch in Brüssel sind die Warteschlangen an den Haltestellen der öffentlichen Nahverkehrsgeselleschaft MIVB lang. Bei der U-Bahn fahren nur zwei von vier U-Bahnlinien, bei den Bussen ist es einer von fünf. Die Straßenbahnen fahren auf den vier wichtigsten Achsen. Die MIVB habe sich bewusst für bestimmte Linien entschieden, sagte die Sprecherin Ann Van Hamme im VRT-Radio. Bei einem Streik suche man sich die am stärksten befahrenen Linien aus, um den Rückhalt bei der Bevölkerung zu haben und so viele Menschen wie möglich zu bedienen.