Streikauswirkungen auf die Post

Der Streik der sozialistischen Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes hat auch Auswirkungen auf die Postzustellung.

Auch bei der Post ist der Streik der sozialistischen Gewerkschaft zu spüren. Im Postsortierzentrum im Hafen von Antwerpen arbeitet so gut wie niemand, sagt die sozialistische Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst. Laut Jean-Pierre Nyns von der ACOD-Gewerkschaft machten sich die Arbeitnehmer von Bpost Sorgen um ihre Zukunft.

"Wir stehen hier schon seit gestern Abend 22 Uhr auf der Straße, weil wir uns für die Zukunft von Bpost einsetzen und weil wir uns Sorgen um die Zukunft von Bpost machen. Diese Regierung hat bereits vor den Wahlen von Privatisierung gesprochen."

"Wir befürchten, dass das im Schnellverfahren geschehen wird - zum Nachteil von den 26.000 Menschen, die noch bei Bpost arbeiten."

Die sozialistische Gewerkschaft betonte am Mittwochemorgen gegenüber dem VRT-Radio auch noch, dass im Postsortierzentrum in Gent und in Brüssel am heutigen Mittwoch kaum gearbeitet werde.

Die Direktion der belgischen Post BPost schätzt, dass in Flandern ungefähr die Hälfte der Briefe und Päckchen zugestellt würden. Das sagt Piet Van Speybroeck.

"Vom Sortierzentrum Gent und Antwerpen konnten zahlreiche Briefe und Päckchen ausgefahren werden. Alle Postgänge in Flandern konnten bis auf ein paar Prozent und mit Ausnahme von Flämisch-Brabant durchgeführt werden. In Flandern werden also Briefe und Päckchen zugestellt."

Aber eben nur die Hälfte. Genaue Zahlen kann man bei BPost nicht geben.

In Brüssel und Wallonien wird so gut wie keine Post zugestellt. Das liege daran, so Bpost, dass vor den Postsortierzentren von Brüssel, Lüttich und Charleroi Streikposten aufgestellt seien.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten