Warum wird heute gestreikt?

Die sozialistische Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ACOD ist in einen 24-stündigen Streik getreten. Sie demonstriert damit gegen Sparmaßnahmen der belgischen und der flämischen Regierung. In Folge der großen Einschnitte würde Druck auf die Beamte und die öffentliche Diensteistung ausgeübt, warnt die Gewerkschaft.

Der öffentliche Verkehr liegt am heutigen Mittwoch größtenteils lahm. Das bedeutet große Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und im öffentlichen Nahverkehr, aber auch geschlossene städtische Kindertagesstätten und geschlossene öffentliche Schwimmbäder. Die sozialistische Gewekschaft will mit diesem Streik ein deutliches Zeichen setzen und betont, dass die Einsparungen der Regierungen zu weit gingen.

Dienstleistung

Die sozialistische Gewerkschaft für öffentliche Dienste kritisiert die Einschnitte in den Mitteln und beim Personal, wodurch der Arbeitsdruck erhöht und die Qualität der Arbeit, das heißt der Dienst am Bürger, gefährdet werde.

"Wir bekommen keine Mittel und müssen mit weniger Personal viel mehr Arbeit bewältigen, und das Personal wird unter schwerem Arbeitsdruck stehen, so Chris Reniers von der Gewerkschaft ACOD.

"Die Folge davon ist, dass die Dienstleistung auch leiden wird. Die Menschen werden spüren, dass die Dienstleistung, auf die sie ein Recht haben, nicht optimal verliehen werden kann."

Rentenreform

Schon viele Demonstrationen richteten sich gegen die geplante Rentenreform. Auch die Beamte kritisieren, dass sie künftig länger arbeiten sollen für weniger Geld.

Die Aktion am heutigen Mittwoch erfolgt übrigens ausschließlich auf Initiative der sozialistischen Gewerkschaft hin. Die christliche und liberale Gewerkschaft machen nicht mit. In bestimmten Sektoren, in denen die sozialistische Gewerkschaft dominiert, liegt die Dienstleistung völlig lahm. Bei der Bahn hat die christliche Gewerkschaft allerdings Mitglieder, die am heutigen Mittwoch mitstreiken wollten.