Brüssel: EU-Sondergipfel zum Flüchtlingsproblem

Der EU-Sondergipfel zum nicht enden wollenden Flüchtlingsdrama im Mittelmeer wird unter anderem auf Druck Italiens tagen. Die Italiener verlangen von der Union, dass sie schon an der nordafrikanischen Küste eingreift und die Menschenschmuggler bekämpft. Belgien erklärte sich schon im Vorfeld des Gipfels bereit, Einsatz zu zeigen.
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Auf rund eine halbe Million wird die Zahl der Flüchtlinge geschätzt, die noch dieses Jahr über das Mittelmeer versuchen wollen, in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Bis zu 10.000 dieser Flüchtlinge werden die Überfahrt in Richtung Südeuropa wohl nicht überleben, wie die Vereinten Nationen glauben.

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen müssen eingreifen, um das Drama zu beenden oder zumindest etwas gegen die ärgsten Auswüchse zu tun. Alleine am Mittwoch wurden in Sizilien und in der Ägäis in Griechenland zwischen 1.200 und 1.400 Flüchtlinge aufgegriffen.

Belgien erklärte sich im Vorfeld des EU-Gipfels in Brüssel dazu bereit, Einsatz zu zeigen. So will unser Land die Fregatte "Godetia" (Foto) zur Verfügung stellen, um im Mittelmeer Kontrollfahrten durchzuführen.

Die belgische Fregatte, die innerhalb eines Monats vor Ort einsatzbereit sein soll, so Bundesverteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) könnte zum einen an der Rettung von in Not geratenen Flüchtlingen beteiligt werden und zum anderen in den Kampf gegen Menschenschmuggler eingreifen. Aber, der belgische Einsatz soll kein ausdrücklicher Kampfeinsatz sein, auch wenn potentielle Flüchtlingsschiffe schon vor Gebrauch vernichtet werden könnten.

Unser Land will auch präsenter bei der EU-Grenzwache Frontex werden und stellt zusätzliches Personal zur Verfügung. Nicht zuletzt will Belgien auch die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge, die in Südeuropa landen, um 250 pro Jahr bis 2017 erhöhen.