Flandern mit Bier bei der Mailänder Weltausstellung

Wenn am Freitag die Weltausstellung in der italienischen Metropole Mailand (Foto) eröffnet wird, werden dort auch rund 200 Unternehmen aus dem belgischen Bundesland Flandern vertreten sein. Vor fünf Jahren, bei der Weltausstellung in Schanghai, punktete Flandern mit Schokolade. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt beim Bier. Der flämische Lebensmittelverband Fevia stellt in Mailand vornehmlich kleine Brauereien vor.
AP2012

Am 1. Mai eröffnet Mailand seine Weltausstellung. Belgien lockt dieses Jahr mit einem Pavillon, den die beiden Architekten Patrick Genard und Marc Belderbos gestalteten.

Weil die Ukraine wegen des Bürgerkriegs im eigenen Land eine Teilnahme an der Weltausstellung in Mailand nicht stemmen konnte, wurde Belgien angeboten, seine Fläche zu vergrößern. Damit wartet unser Land mit einem Innenhof, mit einem Restaurant, mit einem Schokolade-Stand sowie mit einer belgischen Bar und mit einer Bühne für kleine Konzerte auf.

Das belgische Bundesland Flandern profitierte aber nicht nur von der Absage der Ukraine, sondern auch vom Erfolg bei der Weltausstellung in Schanghai vor fünf Jahren, wie Claire Tillekaerts von Flanders Investment & Trade (FIT) dazu sagte:

„Durch den Erfolg bei der Expo in Schanghai liegt die Zahl der flämischen Unternehmen dieses Mal um ein Drittel höher.“ In China konnte vor allem der Export von Schokolade vom Weltausstellungs-Auftritt profitieren, denn in den drei Jahren danach konnte die Ausfuhr in Richtung China im Besonderen und nach Asien im Allgemeinen fast vervierfacht werden.

FIT und Fevia hoffen, dass sich der Erfolg von Schanghai in Mailand mit einer anderen Produktpalette vielleicht wiederholen lässt. Vor fünf Jahren wartete Belgien mit einer Bar auf, an der aber fast nur Produkte des Brauerei-Giganten und Marktführers InBev ausgeschenkt wurden.

Das soll in Mailand anders werden. Der flämische Lebensmittelverband ging auf die Kritik der kleinen Brauereien, von denen es in Flandern besonders viele gibt, ein und will jetzt im Ausland kleinere und weniger bekannte Biere promoten. Italien rechnet mit rund 20 Mio. Besuchern bei der Expo in Mailand. Da wird sich der eine oder andere gerne Mal ein Bierchen aus einer kleinen flämischen Traditionsbrauerei zu Gemüte führen.