Belgiens Profifußball steht vor umfassender Reform

Die Pro League, der Verband der professionellen belgischen Fußballvereine und -liegen, hat eine umfassende Reform des Profifußballs auf den Weg gebracht. Ab der Saison 2016-2017 treten in der ersten Liga 16 Mannschaften an und in der zweiten Liga spielen nur noch 8 Teams. Allerdings fehlt noch das Fiat des Untersuchungsausschusses des Fußballverbandes (KBVB).

Unter der Leitung des frisch gewählten neuen Vorsitzenden der Pro League, RSC Anderlecht-Präsident Roger Vandenstock (kl. Foto), und des neuen Vorstandsvorsitzenden Pierre Francois (ex-Standard, ex-Mons) wurde die lange erwartete Reform des belgischen Profifußballs in der vergangenen Woche auf den Weg gebracht. Grund für diese Reform, nach der in der ersten Liga in absehbarer Zukunft 16 Mannschaften antreten und in der zweiten Liga hingegen nur noch 8, ist die seit vielen Jahren mangelhafte Finanzpolitik der Vereine.

Diese Reform hat für die zweite Liga im belgischen Profifußball die weitreichendsten Folgen. Hier sollen ab der Saison 2016-2017 nur noch acht Mannschaften vertreten sein, die um den Aufstieg in das belgische Oberhaus kämpfen sollen.

Diese Clubs aber müssen strenge finanzielle Auflagen einhalten, um im engen Zirkel des hiesigen Profifußballs vertreten sein zu dürfen. Nach der Reform steigt nur noch ein Verein in die zweite Liga ab und nur der Zweitligameister steigt ins Oberhaus auf. Damit dürften auch die heutigen Play Offs Geschichte sein.

Die 10 belgischen Zweitligisten, die zum Abstieg in eine erweiterte dritte Liga verdammt sind, spielen ab diesem Zeitpunkt in einer im Arbeitstitel bisher „Superliga“ genannten Liga. Aufstieg in die zweite Liga ist dann nur noch jenen Mannschaften möglich, die zu Beginn einer jeden neuen Saison bei der Pro League eine entsprechende Lizenz beantragt haben, die wiederum an die Finanzauflagen im belgischen Profifußball gebunden sein wird.

Dieser von der Pro League geplanten Reform muss nur noch der Untersuchungsausschuss des Königlichen Belgischen Fußballverbandes (KBVB)zustimmen. Der entsprechende Beschluss soll spätestens im Juni dieses Jahres fallen.