Spendenaufruf "SOS Nepal" nur mäßiger Erfolg

Der in der vergangenen Woche unter dem Motto „SOS Nepal“ vom belgischen Hilfskonsortium 12-12 gestartete Spendenaufruf für die Opfer des verheerenden Erdbebens ist bisher nur ein mäßiger Erfolg. Bis zum Samstag flossen auf die verschiedenen Konten des Konsortiums gerade einmal rund 600.000 €.

Das Problem des Konsortiums 12-12 ist vielleicht die Tatsache, dass dieser Verbund von sechs belgischen humanitären Hilfsorganisationen mit verschiedenen Spendenkonten arbeitet. Das scheint potentielle Spender wohl davon abzuhalten, aktiv zu werden. Eine gleichzeitig stattfindende Spendenaktion für die Opfer des Erdbebens in Nepal in den benachbarten Niederlanden brachte bis zum Samstag über 8,5 Mio. € zusammen.

Beim belgischen Konsortium 12-12 ist das Problem angekommen, wie deren Sprecher Erik Todts gegenüber der VRT-Nachrichteredaktion andeutete:

„Unsere Gemeinschaftsaktion stand am Freitag bei rund 600.000 €. Wir wissen, dass diese Summe inzwischen weiter angestiegen ist, müssen aber bis Montag auf genaue Zahlen warten. Wir liegen allerdings deutlich weit unter dem, was die Gemeinschaftsaktion in den Niederlanden eingespielt hat. Doch dort gehen alle Blicke mit einer einzigen Kontonummer in die gleiche Richtung, was bei uns in Belgien nicht der Fall ist.“