Freispruch für Radrennfahrer Van Avermaet

Der Radrennfahrer Greg Van Avermaet ist vom Dopingvorwurf freigesprochen worden. Er stand wegen seiner Verbindung zum umstrittenen Sportmediziner Chris Mertens unter Dopingverdacht.

Dem Dizsiplinarausschuss des Radsportverbandes zufolge gebe es keinen einzigen Beweis dafür, dass Van Avermaet verbotene Präparate eingenommen habe. Van Avermaet riskierte eine hohe Geldstrafe und zwei Jahre Sperrung.

Nach dem Urteil reagierte der 29-Jährige vom Team BMC Racing erleichtert: "Wenn Sie anfangen, an Dir zu zweifeln und Du musst beweisen, dass Du das nicht gemacht hast, dann hat das ernsthafte Auswirkungen auf Dich. Man hat mir das vielleicht nicht immer angesehen, aber es war so."

Für die Corticoide liegt ein ärztliches Attest vor. Und für die Einnahme des Babyprodukts Vaminolact, Eiweiße, die zur schnelleren Besserung bei Krankheit führen, gibt es keine eindeutigen Beweise.

Für Van Avermaet ist es das Ende einer sehr schwierigen Zeit, in der er auch erfahren musste, wer seine echten Freunde sind und wer nicht.

"Ich wusste genau, auf wen ich zählen kann und auf wen nicht. Das sind immer nur einige wenige. Wenn man gewinnt und Champion ist, dann sind da viele, aber zu bestimmten Zeitpunkten bleiben nur einige wenige übrig, auf die Du Dich verlassen kannst. Und das wusste ich von vornherein", so Van Avermaet noch.