Wer in Kunst- oder Musikkursen saß, ist in der Uni erfolgreicher

Schüler, die Kunstunterricht nehmen, haben in der Hochschule mehr Chancen auf Erfolg als diejenigen, die keine Kunststunden gefolgt haben. Das geht aus einer Umfrage der Infostelle für Studien- und Schulkarrieren unter 42.000 Studenten hervor.

Die Studie untersucht bei rund 42.000 Studenten, wie sie im ersten Jahr der Hochschule abschnitten. Die Studie bestätigt, dass die Vorbildung im Gymnasium den größten Einfluss auf den späteren Studienerfolg hat.

Auffallend dabei ist, dass auch die Teilnahme am "zusätzlichen" Unterricht in Kunst- und Musikakademien einen positiven Einfluss auf die Erfolgschancen hat.

Unabhängig von allen anderen Eigenschaften, haben Schüler, die Musik-, Schreib-, Tanzkurse oder Kurse für bildende Kunst belegen, einen Studienerfolg, der 6 Prozent höher liegt als Schüler, die keine dieser Kurse folgen.

Einschreiben können sich die Schüler bereits ab 40 Euro, und wegen der positiven Auswirkungen will die flämische Bildungsministerin Hilde Crevits diesen Betrag auch nicht erhöhen.

Sie will die Akademien viel mehr enger in den gewöhnlichen Schulalltag mit einbeziehen. "Es gibt schon Akademien, die Naturkurse und Musikunterricht für Schulen organisieren", betont sie in einer Mitteilung. "Es gibt auch befristete Projekte, bei denen der zusätzliche Kunstunterricht in die Schule kommt. Die Schüler können dann über einen Profi Musik, Text, Tanz oder bildende Kunst kennen lernen."

Die Studie bestätigt übrigens, dass Mädchen besser als Jungens abschneiden: Ihr Studienerfolg liegt 7 Prozent höher als der der Jungen.