De Croo will Hilfsgelder für Burundi einfrieren

Der Minister für Entwicklungszusammenarbeit Alexander De Croo (Foto) zieht die belgischen Hilfsgelder für die Polizei in dem afrikanischen Land Burundi zurück. Auch Beiträge zur Unterstützung der Präsidentschaftswahlen werden vorläufig auf Eis gelegt.

De Croo macht sich Sorgen, denn seitdem der Präsident vor einigen Wochen ankündigt hat, dass er ein drittes Mandat anstrebe, hat die politische Gewalt in Burundi stark zugenommen. Erst am gestrigen Sonntag ist es erneut zu Massenprotesten gegen die Kandidatur des amtierenden Präsidenten Pierre Nkurunziza für eine dritte Amtszeit gekommen.

"Dort findet derzeit eine echte Gewalteskalation statt. Es wird dokumentiert, dass mindestens 11 Menschen von der Polizei exekutiert worden sind. Was wir einstellen, ist zunächst unsere Zusammenarbeit mit der Polizei in Burundi. Es handelt sich hierbei um einen Betrag von 3 Millionen Euro, der noch offen ist. Wir handeln gemeinsam mit der niederländischen Regierung", erklärte De Croo am Montagmorgen im VRT-Radio.

"Der zweite Punkt ist der Verlauf der Wahlen selbst. Die Europäische Union sagt, dass es sich hierbei nicht um freie Wahlen handele. Wir wollten die Wahlen finanziell unterstützen. Das werden wir aussetzen. Es geht um 2 Millionen Euro", so der Minister noch.

Belgien hatte bereits ein neues Programm zur Entwicklungszuammenarbeit mit Burundi auf die lange Bank geschoben.