Planbüro erwartet bis 2020 rund 200.000 neue Jobs

Das Planungsbüro des belgischen Wirtschaftsministeriums geht davon aus, dass die hiesige Wirtschaft bis 2020 jährlich um 1,5 % wachsen wird. In den kommenden fünf Jahren sollen zudem bis zu 200.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden können. Das Planbüro ist eine Art Think Tank der belgischen Bundesbehörden.

Laut Planungsbüro werden in der Industrie und im Bereich der Behörden in den nächsten fünf Jahren Arbeitsplätze verloren gehen, doch global gesehen soll die Zahl der Arbeitslosen in unserem Land sinken.

Für das Jahr 2020 wird erwartet, dass noch rund 11 % der erwerbsfähigen Belgier keine Arbeit haben wird. Das wäre die niedrigste Zahl in diesem Bereich seit fast 25 Jahren. Allerdings handhabt das Planbüro eine andere Art der Arbeitslosenstatistik, wie die anderen damit beschäftigten Behörden in Belgien (A.d.R.).

Zusätzliche Arbeitsstellen sollen in erster Linie im Pflegesektor entstehen und auch im Bereich gesellschaftliche Dienstleistung. Damit wird die Zahl der zusätzlich bis 2020 Beschäftigten aber nicht reichen, das Ziel des europäischen Programms EU2020 zu erreichen.

Jan Verschooten, beigeordneter Kommissar des Planbüros im Bundeswirtschaftsministerium sagte dazu, dass dies einen Arbeitsgrad von 73,2 % darstellen würde. Belgien werde aber „nur“ einen Arbeitsgrad von 70 % hinbekommen: „Um das Ziel zu erreichen, müssten weitere 209.000 Stellen geschaffen werden, doppelt so viele, wie wir errechnet haben.“