Junge Leute bleiben Radio- und TV-Nachrichten treu

Jüngere Leute im Alter von 15 bis 34 Jahren verfolgen nach wie vor den Nachrichten im Radio und vor allem über das Fernsehen, wie eine Studie der Katholischen Universität Löwen (KULeuven) ergab. Trotz den riesigen Nachrichtenangebots im Internet bleiben Radio und TV offenbar weiter vertraute Newsquellen.

Eine Umfrage unter jungen Leuten im Alter von 15 bis 34 Jahren im belgischen Bundesland Flandern ergab, dass Radio und Fernsehen auch bei diesen Altersklassen weiter als verlässliche Informationsquellen dienen. Das enorme Nachrichtenangebot im Internet kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine große Gruppe innerhalb der jüngeren Altersklassen gerne kurze aber umfassende Nachrichten mögen.

Trotz vieler Online-Meldungen bieten Radio und TV den Hörern und Zuschauern zudem den ausreichenden Hintergrund zu den aktuellen Nachrichten, wie Anna Van Cauwenberghe, die an der entsprechenden KUL-Studie mitarbeitet, gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion andeutete:

„Ein Beispiel: Als die Kriege im Irak und in Syrien aktuell waren, waren diese Leute nicht so sehr in der Anzahl der Toten an einem bestimmten Tag interessiert und auch nicht an den einzelnen Ereignissen des Tages. Sie suchten vielmehr Informationen über die vielen Faktoren, die zu den Konflikten führten und zu den Aktoren und deren Motiven, also nach den Ursachen dieser Kriege. Das bedeutet, dass das Bringen von Nachrichten innerhalb eines bestimmten Kontextes ihnen hilft, die Welt zu verstehen und auch dabei, sich ein entsprechendes Weltbild zu schaffen.“