Nepal: Ist letzter vermisster Belgier tot?

Der 24-jährige François Urbany (Foto) aus Durbuy war der letzte Belgier, der nach dem Erdbeben in Nepal am 25. April noch vermisst wurde. Seine Mutter reiste persönlich in die Region, um ihren Sohn vor Ort zu suchen. Nach fünf Tagen hat sie die Suche jetzt aufgegeben und kehrte nach Belgien zurück.

Sie habe in Nepal genügend Informationen erhalten, aus denen sich schließen lasse, dass ihr Sohn das Erdbeben nicht überlebt hat. „Weil wir nach Nepal geflogen sind, konnten wir verschiedene Möglichkeiten ausschließen, was mit unserem Sohn geschehen ist“, schreibt die Mutter in einem offenen Brief. Vor Ort habe sie sich selbst davon überzeugen können, dass alles erdenklich möglich unternommen worden ist, um ihren Sohn wieder zu finden.

„Viele unserer Fragen wurden beantwortet. Das hilft uns, uns mit dem Geschehenen abzufinden.“

Ihr Sohn besuchte Nepal mit einem israelischen Freund, als das Land von einem starken Erdbeben heimgesucht wurde. Die Leiche des Israelis war bereits entdeckt worden. Von dem jungen Belgier fehlt weiterhin jede Spur, aber nach drei Wochen ist es so gut wie ausgeschlossen, dass er noch entdeckt wird. Seine Mutter hinterließ bei den Rettungskräfte eine Liste mit Gegenständen, die er wahrscheinlich mit sich führte. Sie hofft, dass so noch ein Spur ihres Sohnes entdeckt werden kann.