Belgiens Mailand-Pavillon hat Personalprobleme

Ein Teil des Service-Personals im belgischen Pavillon auf der Weltausstellung in Mailand hat verärgert den Dienst quittiert. Der Pavillon wurde am 1. Mai eröffnet, doch die Mitarbeiter waren zur Ausbildung schon zwei Wochen früher vor Ort. Doch dafür wurden sie nicht bezahlt.

20 der 30 Mitarbeiter des Bistros im belgischen Pavillon bei der Weltausstellung in Mailand haben gekündigt und sind bereits nach Hause zurückgekehrt. Einige von ihnen waren Belgier, doch auch Italiener und Franzosen sollten im belgischen Bistrot die Gäste bedienen. Undeutliche Arbeitsverträge sind die Ursache für die Kündigungen der Servicekräfte.

Der Pavillon wurde am 1. Mai mit der Weltausstellung eröffnet, doch die belgischen Kellner und Thekenkräfte waren bereits zwei Wochen früher vor Ort, um für ihre Tätigkeiten ausgebildet zu werden. Allerdings mussten sie feststellen, dass sie dafür nicht vergütet wurden. Es kam zu Arbeitsniederlegungen in vollem Publikumsverkehr und zu einem Polizeieinsatz aber auch zu einer Einigung. Die Mitarbeiter werden mit 300 € für die Zeit der Ausbildung vergütet, doch 20 der 30 Betroffenen zogen es vor, Mailand trotzdem zu verlassen.

Inzwischen, so die Verantwortlichen des belgischen Pavillons in Mailand, konnte Ersatz gefunden werden und der Betrieb vor Ort geht weiter. Mit Nachdruck wurde darauf hingewiesen, dass die neuen Mitarbeiter sehr motiviert seien und dass ihnen deutliche Arbeitsverträge zur Unterschrift vorgelegt wurden. Doch ein Imageschaden ist für Belgien in Mailand dann doch entstanden.