Antwerpen: 7 Frauen wegen Terrorismus verurteilt

In Antwerpen sind sieben Musliminnen wegen Terrorismus verurteilt worden. Vier der Frauen halten sich derzeit in Syrien auf. Dort haben sie sich der Terrororganisation IS angeschlossen.

Vier der sieben Frauen haben die Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis und 15.000 Euro Bußgeld auferlegt bekommen. 

Eine andere Frau, die mehrmals versuchte, nach Syrien aufzubrechen, ist mit einer leichteren Strafe davongekommen. Die Frau wollte in einem islamischen Land leben, hat sich inzwischen aber besonnen, sagt ihr Anwalt Nabil Riffi.

"Meine Mandantin war aktiv mit ihrer Religion beschäftigt. Mit einem Kopftuch in Belgien einen Job zu finden, ist so gut wie unmöglich. Das war auch der Grund, warum sie in einem anderen Land leben wollte. Das Kopftuchverbot hier in Belgien hatte eine unglaubliche Auswirkung auf ihren  Enschluss", betonte der Anwalt gegenüber dem VRT-Radio am Montagmorgen.

Inzwischen habe sie jedoch eingesehen, dass es möglich sei, sich auch in Belgien als Muslimin zu entfalten, so der Anwalt noch.

Eine weitere Frau, die Geld einsammelte und eine Frau, die einen der Syrienkämpfer zum Flughafen brachte, sind ebenfalls verurteilt worden.

Über die drei Frauen, die sich in Belgien aufhalten, sind  Gefängnisstrafen von bis zu 30 Monaten teilweise auf Bewährung und Bußgelder auf Bewährung verhängt worden.