"Oft Gehirnerschütterung, nie Reisekrankheit" bei Tim

Einige internationale Mediziner, allesamt Fans der Abenteuer von „Tim und Struppi“, haben wissenschaftliche Nachforschungen zu Krankheiten und Unfällen angestellt, denen der Reporter aus der Feder des belgischen Comiczeichners Hergé im Laufe seiner Karriere ausgesetzt war. Häufig erlitt Tim Gehirnerschütterung, doch an Reisekrankheit litt der nie alternde Abenteurer nie…

“Tintin's travel traumas: Health issues affecting the intrepid globetrotter", so lautet der Titel der wissenschaftlichen Studie einiger Mediziner u.a. der Sorbonne in Paris und der Universität von Atlanta/USA zu den gesundheitlichen Problemen Tims während seiner von Reisen in aller Welt geprägten Laufbahn, die von 1930 bis 1976 andauerte. Die Mediziner, allesamt Fans seiner Geschichten, analysierten präzise alle 23 Abenteuer des Comichelden aus Belgien.

Der reiselustige Reporter hatte im Laufe seiner Karriere 244 Gesundheitsprobleme, in den meisten Fällen (191) Verletzungen. Davon waren 62 % Gehirnerschütterungen. Die Mediziner stellten diesbezüglich fest, dass Tim, wäre er ein Mensch aus Fleisch und Blut gewesen, wahrscheinlich Opfer von „degenerativen Pathologien“ geworden. Insgesamt verlor er in 46 Fällen das Bewusstsein und mehrmals wurde er mit Gasen oder Chloroform betäubt. Zudem litt er unter Schlaflosigkeit und hatte in einigen Fällen Angstzustände.

Interessant ist an der Studie aber auch die Feststellung, dass er offenbar immun gegen bestimmte Krankheiten war. So litt er nie unter Reisekrankheit (Kinetose) oder an Malaria in fernen Ländern. Von „turista“, respektive Reisediarrhoe blieb er ebenfalls zeitlebens verschont. Große Sorgen machte sich Tim allerdings, wenn es um die Gesundheit seines treuen Begleiters, dem Hund Struppi, ging. Dann zeigte sich nach Ansicht der forschenden Mediziner auch beim Reporter Tim eine gewisse Verletzlichkeit…