Ein Viertel der offenen Stellen bleibt unbesetzt

Untersuchungen des Personaldienstleisters und Zeitarbeitsvermittlers Manpower haben ergeben, dass sich derzeit für rund ein Viertel der offenen Stellen in Belgien keine geeigneten Kandidaten finden lassen. Damit liegt dieser Wert in unserem Land doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die meisten unbesetzten offenen Stellen sind in den Bereichen der so genannten „Engpassberufe“ zu finden, Berufe, in denen dringend Personal gesucht wird. Hier stehen gut ausgebildete Arbeiter und Techniker oben an und auch der Groß- und Einzelhandel ist immer auf der Suche nach geeigneten Verkaufspersonal. In diesen Bereichen zeigt sich das vorliegende Problem in Belgien seit rund vier Jahren verschärft.

Luc Engels von Manpower sagte dazu am Dienstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass die Ursachen dafür in einer nicht-angepassten Ausbildung und oft auch in falschen Erwartungen der Personal suchenden Unternehmen zu suchen sind:

„Ich glaube, dass die Unternehmen nicht länger davon ausgehen sollten, direkt das ideale Profil finden zu können. Die Betriebe sollten vielmehr nach einem ‚teachable fit‘ suchen, das bedeutet, auf Kompetenz achten und Kandidaten suchen, die lernbegierig sind und die in bestimmte Trajekte mit einbezogen werden können. Das bedeutet aber auch, dass die Firmen in Ausbildung investieren sollten. Das sollten auch die Behörden tun, denn es geht darum, Talente und Kompetenzen ab Bord zu holen und diesen effektive Karrieremöglichkeiten zu bieten.“

Doch hier sind nach Ansicht von Manpower nicht nur die Arbeitgeber und die Behörden gefragt, sondern auch die Arbeitnehmer, bzw. die Arbeitsuchenden. Sie müssen dazu bereit sein, hinzuzulernen, um die Jobs der Zukunft angehen zu können, so der Personaldienstleister.