EU verteilt 1 Milliarde Euro für Jugend-Jobinitiative

Die Europäische Kommission hat am heutigen Freitag eine Milliarde Euro für Projekte der Jugendbeschäftigungsinitiative in den 28 europäischen Mitgliedstaaten bereitgestellt. Die Mitgliedstaaten sollen das Geld dazu verwenden, jungen Arbeitslosen zu einem Job zu verhelfen.
BELGA/WAEM

Mit einer Milliarde Euro will die EU den Mitgliedstaaten helfen, damit diese Job-Initiativen für junge Leute schneller vorfinanzieren können.

"Heute wird die Europäische Kommission eine Milliarde Euro für arbeitslose junge Leute bereitstellen", erklärte Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität in einem Pressebericht.

"Die Mitgliedstaaten werden jetzt im Stande sein, schnell Projekte zu finanzieren, denn die Summe der Vorfinanzierung wird um das 30-fache angehoben. Das versetzt Mitglieder in die Lage, bis zu 650.000 jungen Leuten zu helfen, einen Job, ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Fortbildung zu finden."

Die Mitgliedstaaten dürfen das Geld also für die Organisation von Ausbildungen junger Leute und Praktikumsangebote verwenden.

In Belgien fließen 12 Millionen Euro nach Brüssel, Lüttich und in den Hennegau. Das sind drei Regionen mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. In der gesamten Europäischen Union sind 5 Millionen junge Leute, also Männer und Frauen unter 25 Jahren, arbeitslos.

EU-Kommissarin Marianne Thyssen sagte dem VRT-Fernsehen am Freitagmorgen: "Wir haben errechnet, wie viele Menschen wir damit begleiten bzw. wie vielen wir helfen können und das sind bis zu 560.000, wenn alles gut eingeteilt wird."

"Es ist also echt ein Programm, das Wirkung zeigen kann. Und das ist auch dringend nötig, denn die Jugendarbeitslosigkeit ist ein großes Problem. Mehr als 22 Prozent der jungen Leute hat keine Arbeit. Das ist einer von fünf und das dürfen wir nicht tolerieren", so Thyssen entschlossen.

Theoretisch kann das Geld auch für Projekte in Zusammenhang mit dem dualen Ausbildungssystem verwendet werden. Bei der nach deutschem Vorbild typischen dualen Ausbildung, auch duales Berufsausbildungssystem genannt, erhalten die jungen Leute eine parallele Ausbildung im Betrieb und in einer Berufsschule.

Man befürworte das duale Lernen, heißt es in der Kommission gegenüber Flanderninfo hierzu. Allerdings würden natürlich die Behörden in Belgien selbst entscheiden, für welche Projekte dieses Geld ausgegeben werde.