Audi in Brüssel: Was kommt nach dem A1?

Der deutsche Automobilkonzern Audi baut seit einigen Jahren den erfolgreichen A1 am Standort Brüssel im Ortsteil Vorst (Foto). Bis Ende 2017 soll das auch so bleiben. Danach, so die Gewerkschaften, soll die Produktion nach Spanien ausgelagert werden. Diese Meldung aber will der Ingolstädter Konzern nicht bestätigen. Nun steht die Frage im Raum, welches Modell in Zukunft in Brüssel montiert werden soll?

Die Belegschaft bei Audi in Brüssel ist einmal mehr beunruhigt, seit Gerüchte kursieren, dass die Produktion des Audi A1 nach 2017 nach Spanien verlegt werden soll. Bei Audi will man diese Gerüchte nicht bestätigen, garantiert aber, dass dieses Modell bis Ende 2017 auf jeden Fall in Belgien weitergebaut werde.

Jurgen Thysmans, der Sprecher des Brüsseler Audi-Werks, sagte gegenüber der frankophonen Sonntagszeitung „7 Dimanche“, dass ein neues Modell folgen werde: „Wir haben im vergangenen Monat März die Bestätigung von Dr. Hubert Waltl, dem Produktionsdirektor bei Audi, erhalten, dass wir ab 2018 ein neues Modell haben werden.“ Im Oktober soll es entsprechende Neuigkeiten geben, wie auch die Gewerkschaften erfahren haben wollen.

Im vergangenen Jahr haben die rund 3.000 Mitarbeiter von Audi Brüssel rund 115.000 A1-Autos gebaut. Werkssprecher Thysmans versuchte die Gemüter der Belegschaft zu beruhigen, in dem er auf die geleisteten und noch zu leistenden Investitionen in den Standort Brüssel verwies: „Seit 2007 wurden 690 Mio. € in das Werk investiert und in den kommenden Jahren werden jährlich weitere 100 Mio. € hier investiert.“

Der Bau des Audi A1 war und ist für den Standort ein wichtiges Kapitel in der Geschichte. Ob der neue in Brüssel zu bauende Audi der neue SUV sein wird, mit dem die Ingolstädter gegen BMW zu Felde ziehen will, bleibt abzuwarten. Zu den aktuellen Gerüchten rund um Audi in Brüssel gehört auch jenes, das das neue Modell die elektrische Variante dieses Wagens sein könnte. Fortsetzung folgt…